11. International Summer School – From Structural Biology to Drug Discovery

Die biomedizinische Forschung nutzt oft strukturbiologische Ansätze, um die molekularen Grundlagen von Gesundheit und Krankheit zu entschlüsseln. Durch den Einsatz moderner experimenteller und computergestützter Methoden können Struktur und Dynamik medizinisch relevanter Moleküle – insbesondere Proteine – präzise charakterisiert werden. Diese Erkenntnisse tragen entscheidend dazu bei, pathophysiologische Mechanismen zu verstehen und bilden die Basis für die Entwicklung innovativer diagnostischer und therapeutischer Strategien.

Die 11. International Summer School 2026 steht unter dem Leitthema „From Screen to Bedside“ und reflektiert damit den Wandel moderner biomedizinischer Forschung: Wissenschaftliche Entdeckungen beginnen heute häufig nicht mehr ausschließlich im Labor („bench“), sondern bereits am Computer („screen“) – durch Modellierung, Bioinformatik, künstliche Intelligenz und datengetriebene Ansätze.

Ziel der Summer School ist es, Studierende verschiedener Ausbildungsstufen mit diesem interdisziplinären Forschungsfeld vertraut zu machen und ihnen einen umfassenden Einblick in die gesamte Entwicklungskette biomedizinischer Innovationen zu geben – von der Ideenfindung bis zur klinischen Anwendung.

Die Veranstaltung findet vom 24. bis 28. August 2026 in Ulm statt und richtet sich an Studierende mit Interesse an moderner biomedizinischer Forschung. Gute Englisch- und Deutschkenntnisse werden empfohlen, da die Lehrveranstaltungen in beiden Sprachen stattfinden können.

Wichtiger Hinweis: Unterkunft und Verpflegung sind nicht in der Kursgebühr enthalten und müssen von den Teilnehmenden selbst organisiert werden.

Zertifikat
 (3 ECTS)
Naturwissenschaften, Medizin
Workshop (vor Ort)
Angebotszeitraum:  24. - 28.08.2026
Anmeldefrist: 15.07.2026
Anbieter: Universität Ulm & Hochschule Biberach
Veranstaltungsort: Universität Ulm
Gebühr im Kontaktstudium: 780
Gebühr nach Immatrikulation: 720

Sprache: deutsch, englisch

Inhalte des Moduls

Das Kursprogramm erstreckt sich über fünf Tage und gliedert sich in thematische Schwerpunkte:

  • Einführung in wissenschaftliche Kreativität und Projektentwicklung – Wie entstehen Forschungsfragen und wie werden sie strukturiert und kommuniziert?
  • Proteinstruktur und -funktion – Grundlagen der Strukturbiologie sowie praktische Übungen zur Modellierung von Proteinstrukturen
  • Bioinformatik und datengetriebene Forschung – Umgang mit großen Datensätzen und die Rolle computergestützter Methoden
  • Klinische Forschung und Ethik – Aufbau klinischer Studien, ethische Fragestellungen und der Einsatz von KI in der Wissenschaft
  • Transfer in die Praxis – Zusammenarbeit zwischen akademischer Forschung und Industrie sowie Perspektiven für die Umsetzung wissenschaftlicher Erkenntnisse

Neben Vorträgen und Workshops bietet die Summer School den Teilnehmenden die Möglichkeit, mit Forschenden aus Wissenschaft und Industrie in Kontakt zu treten, eigene Ideen zu entwickeln und diese zu diskutieren.

Nach erfolgreicher Teilnahme verfügen die Studierenden über ein grundlegendes Verständnis moderner strukturbiologischer und bioinformatischer Methoden, kennen zentrale Aspekte translationaler Forschung und haben Einblicke in die Schnittstelle zwischen Grundlagenforschung, computergestützter Analyse und klinischer Anwendung gewonnen.

Die Summer School wird von erfahrenen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern organisiert, darunter auch der Gründer der Veranstaltungsreihe, Prof. Uwe Knippschild, der gemeinsam mit seinem Team die Weiterentwicklung des Programms begleitet.

In diesem Modul werden folgende fachliche Inhalte vermittelt:
Vorlesung:

  • datengetriebene Ansätze in der modernen biomedizinischen Forschung
  • Analyse großer biologischer Datensätze und bioinformatische Methoden
  • computergestützte Modellierung biologischer Systeme
  • Proteinstruktur, Proteinfunktion und Protein-Ligand-Interaktionen
  • Künstliche Intelligenz und in silico Methoden in der Arzneimittelentwicklung
  • translationale Forschung: „from screen to drug“
  • ethische und regulatorische Aspekte moderner biomedizinischer Forschung

(90 LP/ECTS) — Berufsbegleitendes Weiterbildungsstudium, 14460 €

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Ansprechperson

Wissenschaftliche Leitung

Prof. Dr. Mike-Andrew Westhoff

Stellvertretender Studiengangsleiter und Professor in der Klinik für Kinder-​ und Jugendmedizin am Universitätsklinikum Ulm

Dozierende

Prof. Dr. Chrystelle Mavoungou-Pfäffle

Studiengangleiterin und Professorin an der Hochschule Biberach

Prof. Dr. Uwe Knippschild

Stellvertretender Studiengangsleiter und Professor in der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie am Universitätsklinikum Ulm

Zielgruppe

Der berufsbegleitende Masterstudiengang Biopharmazeutisch-Medizintechnische Wissenschaften ist direkt an der Schnittstelle der Fachgebiete Biopharmazie und Medizintechnik angesiedelt.

Das Studium vermittelt Ihnen Inhalte aus Wissenschaft und Technik sowie fächerübergreifende Kompetenzen. Auf dem Lehrplan stehen unter anderem Themen aus der Biotechnologie, Pharmazie, Arzneimittelentwicklung, Analytik und Prozessoptimierung.

Die Inhalte sind anwendungsbezogen und forschungsnah, sodass Sie Ihre berufliche Praxis mit akademischer Bildung verknüpfen und Ihr theoretisch fundiertes und weiterentwickeltes Wissen in das Berufsleben überführen können.

Lernsetting

Die Summer School kombiniert Vorträge, interaktive Workshops und eigenständige studentische Beiträge, um ein ganzheitliches Verständnis moderner biomedizinischer Forschung zu fördern.

Ein zentraler Bestandteil sind Vorträge erfahrener Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus unterschiedlichen Bereichen der biomedizinischen Forschung, die Einblicke in aktuelle Entwicklungen an der Schnittstelle von Grundlagenforschung, Bioinformatik und klinischer Anwendung geben.

Darüber hinaus umfasst die Summer School für die Studierenden:

  • Interaktive Workshops, u. a. zur Modellierung von Proteinstrukturen sowie zum Umgang mit großen Datensätzen und bioinformatischen Methoden
  • Praxisorientierte Übungen zu computergestützten Ansätzen (z. B. Strukturmodellierung und datengetriebene Analyse)
  • Diskussionen zu ethischen Fragestellungen und zur Planung klinischer Studien
  • Einblicke in den Einsatz von künstlicher Intelligenz in der biomedizinischen Forschung
  • Kurzvorträge und Präsentationen, in denen Studierende eigene Themen vorstellen und wissenschaftlich diskutieren

Ein weiterer Bestandteil ist der Austausch mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wissenschaft und Industrie, bei dem Unterschiede, Schnittstellen und Kooperationsmöglichkeiten thematisiert werden.

Ergänzt wird das akademische Programm durch informelle Networking-Möglichkeiten, die den interdisziplinären Austausch und die persönliche Vernetzung der Teilnehmenden fördern.

Voraussetzungen

Fundierte Kenntnisse in den Bereichen Biochemie, Molekularbiologie und Signaltransduktion

Verantwortliche Durchführung

Universität Ulm & Hochschule Biberach

Die School of Advanced Professional Studies (SAPS) ist Ihr Ansprechpartner für Ihre berufsbegleitende wissenschaftliche Weiterbildung an der Universität Ulm. Wir bieten berufsbegleitende Master-Studiengänge als Weiterqualifizierung und einzelne Module der Master-Studiengänge als Zertifikatskurse für eine Vertiefung in einem Fachbereich an. Das Institut für Bildungstransfer (IBiT) der Hochschule Biberach hat zum Ziel in der Region ein attraktives Angebot wissenschaftlicher Weiterbildung zu schaffen. "Wissenschaftliche Weiterbildung" bedeutet die Entwicklung neuer Angebote für Berufstätige, die zu einem akademischen Abschluss (Bachelor oder Master) führen, bzw. auf einen solchen Abschluss anrechenbar sind.

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